Wie machen das andere Verkehrsbetriebe?

Im Schienenverkehr (S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn) gibt es keine oder wenige Beeinträchtigungen durch den Straßenverkehr, da Schienenfahrzeuge einen eigenen Fahrweg haben und zumeist nicht vom PKW-Verkehr gestört werden.

Im Busverkehr kann man zusätzliche Puffer-/Wartezeiten einplanen, wo dies sinnvoll möglich ist. Gibt es auf einer Linie eine feste Endhaltestelle, bei der sich niemand mehr im Fahrzeug befindet, ist dort eine längere Standzeit möglich. Bei Verspätung wird diese verkürzt, so dass die Abfahrt pünktlich(er) erfolgen kann.

Solche Endhaltestellen gibt es auf OVA-Linien aber nur selten. Die Mehrzahl unserer Linien sind als (Teil-)Ringlinien eingerichtet. Deren Vorteil ist eine bessere und effizientere Erschließung der Wohngebiete. Dies führt aber dazu, dass unter Umständen ständig Fahrgäste im Bus sind: Fahrgäste, die ab ZOB zur letzten Haltestelle im Wohngebiet fahren, und Fahrgäste, die an der ersten Haltestelle im Wohngebiet einsteigen mit Ziel ZOB. Plant man an einer Haltestelle eine längere Standzeit ein, verlängert sich die Reisezeit und die im Bus wartenden Fahrgäste sind verärgert.

Unabhängig davon sollte unbestritten sein, dass überall - in allen Städten und Regionen - Busse verspätet fahren, wenn sie im dichten Straßenverkehr stecken bzw. nur langsam vorwärts kommen - nicht nur bei OVA.

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2020 von Manfred Gipp.

Zurück