Datum: 22.06.2024, https://ova.de/linienverkehr/fragen-und-antworten.html

Linienverkehr

Ich habe einen Gegenstand im Bus liegen lassen. Was muss ich tun, um ihn wieder zu bekommen?

Im Bus gefundene Gegenstände werden von unseren Fahrern in der Verwaltung (Betriebshof in Aalen, Gartenstraße 127 bzw. in Bopfingen, Wiesmühlstraße 4) abgegeben.

Dort können sie zu den normalen Geschäftszeiten abgeholt werden - es empfiehlt sich aber, vorher telefonisch nachzufragen, ob der Gegenstand gefunden wurde.

Hat der von Ihnen verlorene Gegenstand einen hohen "Wert" (z.B. Handy, Geldbeutel, Schlüssel), können Sie uns im Notfall auch sofort anrufen. Wir werden dann versuchen, den Fahrer per Funk zu erreichen und ihn bitten, sofort nach dem Gegenstand zu suchen und ihn in Verwahrung zu nehmen.

Ich muss, um mein Ziel mit dem Bus zu erreichen, am ZOB umsteigen. Was kann ich tun, damit ich meinem Umsteig-Bus nicht verpasse?

Sie können dem Fahrer Ihren Umsteigewunsch mitteilen. Er kann versuchen, über die Leitstelle den Kollegen zu verständigen. Sofern dies möglich ist, wird dieser dann an der Umstiegshaltestelle auf Sie warten. Dies ist leider außerhalb der Betriebszeiten unserer Leitstelle (u.a. nachts, sonntags) nicht möglich. Ein Umstieg kann zudem nicht gesichert werden, wenn die Wartezeit für den zweiten Bus zu groß wäre.

Kann ich einen Kinderwagen (oder ähnliches) mit in den Linienbus nehmen?

Bei allen OVA-Bussen ist die Mitnahme eines Kinderwagens möglich. Geben Sie dem Fahrer ein Zeichen, daß sie mit einem Kinderwagen einsteigen wollen. Er öffnet Ihnen dann die Tür dort, wo der Kinderwagen abgestellt werden kann. Eine Mitnahmegarantie können wir aber leider nicht geben: Wenn alles belegt ist, geht leider nichts mehr. Außerhalb der Spitzenzeiten findet der Fahrer - oft auch unter Mithilfe freundlicher Fahrgäste - meist eine Lösung.

Warum kann ich meinen Fahrschein nicht mit 1- und 2-Cent-Münzen bezahlen? Warum kann ich nicht mit 50-/100-Euro-Scheinen bezahlen?

In den allgemeinen Beförderungsbedingungen (Verordnung des Bundesministeriums für Verkehr), die in ganz Deutschland gelten, ist festgelegt, welche Geldscheine bzw. -Münzen ein Busfahrer akzeptieren muss und welche nicht. Hintergrund ist, dass es dem Fahrer aus Zeit- und Sicherheitsgründen und aufgrund begrenzter Lagermöglichkeiten nicht zugemutet werden kann

  • mehrere hundert Euro an Wechselgeld mitzuführen (Wechsel auf grosse Scheine)
  • 1- und 2-Cent-Münzen anzunehmen

In begründeten Ausnahmefällen (wenn genügend Zeit vorhanden ist) akzeptieren unsere freundlichen Fahrer auch größere Scheine oder einzelne 1-/2-Cent-Münzen, aber der Fahrgast sollte sich nicht darauf verlassen. Der Fahrer ist dazu nicht verpflichtet und kann die Mitfahrt verweigern, wenn keine geregelte Bezahlung möglich ist. Bitte halten Sie deshalb möglichst passendes Fahrgeld bereit. Wir informieren Sie aber auch gerne über unsere bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten und Zeitkarten.

Ich habe meine Monatsfahrkarte verloren. Was muss oder kann ich tun?

In den OVA-Tarifbedingungen steht, in welchen Fällen Sie eine Ersatzfahrkarte erhalten können und was diese dann kostet (Bearbeitungsgebühr). Ersatz gibt es nur für persönliche (nicht übertragbare) Abo-Karten sowie alle Chip-Zeitkarten im Abo.

Keinen Ersatz gibt es für Monatskarten im Einzelkauf, da jeder, der eine solche findet, damit fahren kann

Ein Busfahrer hat meine Monatsfahrkarte eingezogen ...

Hierfür kann es mehrere Gründe geben:

  • die Karte ist stark beschädigt
  • an der Karte wurden unerlaubte Manipulationen vorgenommen
  • das Lichtbild stimmt nicht mit dem Nutzer überein
  • die Karte ist nicht mehr (oder noch nicht) gültig

Die eingezogene Karte wird anschließend von der OVA-Verwaltung überprüft. Bitte melden Sie sich am nächsten Werktag bei uns.

Gültige Karten erhalten Sie natürlich (bei einer eventuell notwendigen Neuausstellung gegen Bezahlung einer Bearbeitungsgebühr) zurück.

An wen muss ich mich mit Kritik oder Anregungen zur Haltestellenausrüstung wenden?

Für die Informationen zum Busverkehr (z.B. die Abfahrtszeiten der Busse) ist das Verkehrsunternehmen zuständig. Die Einrichtung und Ausstattung sowie die laufende Reinigung und im Winter die Schneeräumung sind Aufgabe des zuständigen Straßenverkehrlastträgers, also der Stadt, der Gemeinde oder des Kreises.

Warum fahren große Busse, auch wenn nur wenige Fahrgäste befördert werden müssen? Wären kleinere Busse nicht günstiger?

Die großen Doppeldecker, aber auch die Normalbusse mit bis zu 100 Plätzen, werden am Morgen und am Mittag im Schüler- und Berufsverkehr gebraucht, um das bekannt große Fahrgastaufkommen zu bewältigen. Zu anderen Tageszeiten könnten dies tatsächlich auch kleinere, sparsamere Busse.

Aber: Dann würden die großen Busse ungenutzt auf dem Betriebshof stehen und die kleineren müßten zusätzlich angeschafft werden, obwohl sie für die Spitzenzeit unbrauchbar sind. Das würde erheblich mehr kosten als der Kraftstoffmehrverbrauch der großen Busse. Wollte man andererseits den Spitzenverkehr mit vielen kleinen Bussen abwickeln, würde es noch teurer werden, da auch noch zusätzliche Fahrer bezahlt werden müßten, die nur in der Spitzenzeit - 2 bis 3 Stunden pro Tag - eingesetzt werden könnten.

Warum darf ich z.B. an einer Ampeln nicht in den Bus ein- oder aussteigen, auch wenn der Bus sich noch/schon in der Nähe der Haltestelle befindet?

Im Linienverkehr dürfen Fahrgäste aus Sicherheitsgründen nur an gekennzeichneten Haltestellen ein-/aussteigen. Wenn der Bus bereits angefahren war, darf der Fahrer die Türen nicht mehr öffnen, auch wenn er sich nur ein kurzes Stück bewegt hat und beispielsweise an einer Ampel warten muss. Dies ist keine Willkür der OVA oder des Fahrers, sondern eine gesetzliche Vorschrift, deren Nichtbeachtung mit einem Bußgeld für den Fahrer geahndet werden kann und vor allem im Falle eines Unfalls für Fahrer und Fahrgast gravierende Folgen hätte.

Mein Anschluss-Bus fährt kurz vor Ankunft eines Zuges - kann man die Abfahrtszeit verschieben?

In den meisten Fällen ist das leider nicht möglich.

Eine Änderung einer Abfahrtszeit wirkt sich immer auf andere Abfahrten aus. Das bedeutet: Eine Verbesserung auf der einen Linie führt zwangsläufig zu Verschlechterungen auf anderen Linien.

Dies gilt insbesondere werktags, wo die meisten Busse im Taktverkehr alle 20 oder 30 Minuten fahren. Eine Verschiebung einer einzelnen Abfahrtszeit ist dadurch gar nicht möglich. Eine Verschiebung aller Abfahrtszeiten einer Linie würde sich wiederum auf alle anderen Linie auswirken.

Verspätungen

Warum sind Busse verspätet?

Es sind nicht alle Busse verspätet. Die große Mehrzahl im OVA-Stadtbusverkehr Aalen ist pünktlich.

Es gibt aber zu bestimmten Zeiten Probleme, die nur schwer und manchmal gar nicht in den Griff zu bekommen sind.

Hauptursache: Wir fahren die meiste Zeit im Taktverkehr. Alle Fahrten einer Linie haben dann identische Umlaufzeiten. Die Abfahrtszeiten sind dann an jeder Haltestelle zumeist zur selben Minute. Dadurch hat man es als Fahrgast leichter: Man muss sich nicht den ganzen Fahrplan merken, sondern nur die Abfahrtsminute(n).

Nachteil: Braucht der Bus zu bestimmten Tageszeiten deutlich länger als im Fahrplan vorgesehen, verspätet er sich.

Wann und wo treten diese Probleme auf?

An einigen Punkten oder Strecken gibt es zu bestimmten Zeiten so viel Straßenverkehr, dass der Bus viel Zeit verliert.

Aktuelle Beispiele hierfür sind:

  • die Bottichkreuzung in Unterrombach
  • in Unterkochen der Bereich zwischen Bahnhof und Auffahrt B19
  • die B29 zwischen Essingen und Aalen
  • morgens aus Wasseralfingen in Richtung Berufsschulzentrum
  • die Hochbrücke in Aalen

Die kritischen Zeiten sind morgens zwischen 7:00 und 8:00 Uhr sowie spätnachmittags/abends, besonders zwischen 16:00 und 18:00 Uhr, manchmal aber auch schon ab 15:00 Uhr. Diese Zeiten variieren jedoch stark. Die Verkehrsprobleme treten von Tag zu Tag zu wechselnden Zeiten auf. Dies macht eine genaue Planung so schwierig.

Besonders betroffen sind die Rückfahrten in Richtung Stadtzentrum/ZOB. Die Busse starten die Hinfahrt zumeist recht pünktlich am ZOB, bauen aber auf der Fahrt Verspätung auf, die dann letztlich zu einer verspäteten Ankunft am ZOB führen kann.

Dann plant doch mehr Zeit auf der Linie ein!

Die Abfahrtszeiten orientieren sich am "normalen" Zeitbedarf für die Fahrt zwischen den Haltestellen, nicht am maximalen Spitzenverkehr mit Stau.

Plant man deutlich mehr Zeit ein zwischen zwei Haltestellen, ist der Bus oft zu früh an der nächsten Haltestelle. Dann muss er dort längere Zeit stehen bleiben, um nicht zu früh ab zu fahren. Dies wird von den Fahrgästen im Bus als störend und schlecht geplant angesehen - vor allem, wenn es mehrmals hintereinander passiert.

Noch problematischer ist aber, wenn der Bus an der Haltestelle nicht länger (bis zur geplanten Abfahrtszeit) stehenbleiben kann. Dies ist der Fall an (stark befahrenen) Straßen, wenn es keine Busbucht an der Haltestelle gibt.

Wie machen das andere Verkehrsbetriebe?

Im Schienenverkehr (S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn) gibt es keine oder wenige Beeinträchtigungen durch den Straßenverkehr, da Schienenfahrzeuge einen eigenen Fahrweg haben und zumeist nicht vom PKW-Verkehr gestört werden.

Im Busverkehr kann man zusätzliche Puffer-/Wartezeiten einplanen, wo dies sinnvoll möglich ist. Gibt es auf einer Linie eine feste Endhaltestelle, bei der sich niemand mehr im Fahrzeug befindet, ist dort eine längere Standzeit möglich. Bei Verspätung wird diese verkürzt, so dass die Abfahrt pünktlich(er) erfolgen kann.

Solche Endhaltestellen gibt es auf OVA-Linien aber nur selten. Die Mehrzahl unserer Linien sind als (Teil-)Ringlinien eingerichtet. Deren Vorteil ist eine bessere und effizientere Erschließung der Wohngebiete. Dies führt aber dazu, dass unter Umständen ständig Fahrgäste im Bus sind: Fahrgäste, die ab ZOB zur letzten Haltestelle im Wohngebiet fahren, und Fahrgäste, die an der ersten Haltestelle im Wohngebiet einsteigen mit Ziel ZOB. Plant man an einer Haltestelle eine längere Standzeit ein, verlängert sich die Reisezeit und die im Bus wartenden Fahrgäste sind verärgert.

Unabhängig davon sollte unbestritten sein, dass überall - in allen Städten und Regionen - Busse verspätet fahren, wenn sie im dichten Straßenverkehr stecken bzw. nur langsam vorwärts kommen - nicht nur bei OVA.

Wie geht OVA mit Verspätungen um?

Wir bekommen die Verspätungslage aller Fahrzeuge jetzt relativ genau in unserer Leitstelle angezeigt.

Bei größeren Verspätungen werden Busse am ZOB umdirigert. Dabei wird einem verspäteten Bus eine andere, spätere Folgefahrt zugewiesen. Die ursprünglich für ihn vorgesehene Fahrt wird von einem anderen Bus übernommen, der früher verfügbar ist. Dadurch erreichen wir, dass die Mehrzahl der Fahrten am ZOB pünktlich beginnen kann.

Bei Verspätungen auf der Strecke können wir leider nicht mehr helfend eingreifen.

Deshalb bitten wir um Verständnis, wenn unsere Busse nicht immer ganz pünktlich sind. Wir tun unser Bestes, die Verspätungen auf ein Minimum zu reduzieren. Aber wo der PKW-Verkehr stockt, da kann auch der Bus nicht schneller fahren, wenn er keinen eigenen Fahrweg hat - und sinnvolle, effiziente Busspuren gibt es bei uns leider (fast) keine.

Da zu bestimmten Hauptverkehrszeiten manche Busse teilweise über 10 Minuten längere Fahrzeiten haben, können wir unseren Fahrgästen nur empfehlen, gegebenenfalls einen Kurs früher zu fahren. Und mit dem eigenen Auto bräuchten Sie ähnlich lange, da Sie im selben Stau stehen würden.

Ansicht der Abfahrtszeiten mehrerer Fahrten einer Linie

Die Grafik zeigt mehrere Fahrten der Linie 62 an einem "normalen" Schultag. Die erste Spalte enthält die Haltestellennamen, in jeder weiteren Spalte steht eine Fahrt (die erste um 5:30 Uhr, die letzte hier gezeigte um 9:12 Uhr).

Die Farben sind abhängig von der Pünktlichkeit des Busses: Alle Abfahrtszeiten, die nicht mehr als 3 Minuten nach der planmäßigen Abfahrtszeit erfolgten, sind grün hinterlegt. Gelb sind Verspätungen bis 6 Minuten, Blau bis 9 Minuten. Violette Einträge markieren eine Verspätung von mehr als 9 Minuten.

An den rechten beiden Spalten erkennt man, dass außerhalb der Hauptverkehrszeiten der Fahrplan passt. Der problematische Bereich in Unterkochen ist bis kurz nach 6 Uhr unauffällig, ab 6:15 Uhr verliert der Bus Zeit, zwischen 6:45 und 8:00 Uhr dann einige Minuten.

Wieviel Zeit der Bus an welcher Stelle verliert, ist jeden Tag anders - mal mehr, mal weniger. Eine verlässliche Planung ist hier nicht möglich.